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Die ab 1934 von Polte im Auftrag der Regierung errichteten und betriebenen Werke (genauer: Betreibergesellschaften) firmierten wohl auch aus Geheimhaltungsgründen unter den Namen Silva Metallwerk GmbH und Polte oHG.

Silva Metallwerk GmbH, Werk Genthin in Genthin; Eigentümer bzw. Treuhänder des Werks war das Oberkommando des Heeres (OKH). Die Errichtung der Produktionsstätte begann im Frühjahr 1935. Das Unternehmen produzierte Infanterie- und Artilleriemunition (Flak- und Bordmunition) für leichte und schwere Maschinengewehre sowie für Flak-Geschütze. Im Juli 1938 arbeiteten hier 1.665, im Jahr 1939 bereits 3.758 und 1945 schließlich 4.306 Personen. Nach Kriegsende wurde das Werk vollständig demontiert. Nur zwei Verwaltungsgebäude (heute als Seniorenheim genutzt) und fünf Wohnhäuser für Angestellte des Werks sind erhalten geblieben. Diverse Kartuschen (heute ausgestellt im Kreismuseum Jerichower Land) sowie andere Produktionsreste wurden 1966 bei Bergungsarbeiten von Tauchern des Munitionsräumungsdienstes im Silva-See auf dem ehemaligen Werksgelände geborgen.